Musicaphon

beethoven

Ludwig van Beethoven: Frühe Klavierkonzerte

beethoven
2. Klavierkonzert B-dur, op. 19
Allegro con brio 15:21; Adagio 9:42; Rondo. Molto Allegro 6:32

„Nulltes“ Klavierkonzert Es-dur WoO 4 (Ersteinspielung der Soloversion)
Allegro moderato 11:34; Larghetto 9:15; Rondo 8:13

Konzertrondo B-dur WoO 6
Allegro 12:11

Gesamtzeit 73:20

Annette Töpel, Klavier
Harleshäuser Kammerorchester
Matthias Enkemeyer

Für kein anderes Instrument hat Beethoven mehr konzertante Werke geschaffen als für das Klavier, die Klavierkonzerte sind in erster Linie für den eigenen Gebrauch, für seine Auftritte als Solist entstanden. Im Gegensatz zur Sonate, zum Klaviertrio und zu den diversen anderen Gattungen der Kammermusik, die bei ihrer Aufführung nicht unbedingt Zuhörer verlangen, die man auch „nur für sich“ spielen kann, gehört das Instrumentalkonzert zu den Gattungen, die sich an ein Publikum wenden. Es ist eine Gattung, die in direkter Beziehung zum öffentlichen Musikleben steht, und sie bietet dem Solisten (natürlich auch dem Komponisten, mehr noch beiden, sofern sie – wie bei Beethoven – eine Personalunion bilden) ein Forum, welches den staunenden Hörern die Leistungen als virtuoser Pianist und als Komponist präsentiert.

Die vorliegende CD enthält als Ersteinspielung eine echte Rarität, nämlich die Fassung für Klavier solo des von Beethoven im Alter von 14 Jahren 1784 in Bonn komponierten Klavierkonzerts Es-Dur (WoO 4). Dieses dreisätzige Werk wurde erstmals 1888 im Supplement der Alten Beethoven-Gesamtausgabe veröffentlicht und zwar in der einzig überlieferten Gestalt als Werk für Klavier solo, wie es auf dieser CD zu hören ist.

Dieses erstaunliche Frühwerk erfreut immer wieder mit sehr reizvollen Ideen und gewinnt durch seine virtuose Spielfreude, dabei stellt es nicht immer bequeme Anforderungen an den Pianisten. Es ist dokumentiert, dass der jugendliche Beethoven selbst dieses Werk in Bonn vorgetragen hat. Wen wundert es, dass der spätere Titan des Klaviers schon damals über eine bemerkenswerte pianistische Technik verfügte.

schubert

Franz Schubert: Scherzi und unbekannte Klavierstücke

schubert
Fantasie c-moll D 2E (6:10)
Menuett a-moll D 277A (3:45)
Menuett A-dur D 334 (3:22)
Ungarische Melodie h-moll D 817 (3:00)
Rondo E-dur D 506 (7:17)
Andante C-dur D 29 (3:35)
Scherzo B-dur D 593 (4:23)
Scherzo D-dur D 593 (5:38)
Menuett cis-moll D 600 (1:52)
Marsch in E-Dur (4:02)
Zehn Variationen F-dur D 156 (16:36)

Gesamtzeit 59:39

Annette Töpel, Klavier

Wenn man an Franz Schuberts Klavierstücke denkt, dann assoziiert man zuerst seine berühmten Moments musicaux und seine Impromptus, allenfalls noch die späten Drei Klavierstücke – alles Werke, die zum internationalen Konzertrepertoire der Pianisten gehören. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Klavierstücke, die entweder selten oder fast nie auf den Programmzetteln zu finden sind: Sie sind unbekannt geblieben, aus welchen Gründen auch immer. Zumindest liegt es nicht an einer im Vergleich mit den viel gespielten Werken geringeren musikalischen Substanz. In mehreren Fällen mag auch der späte Erstdruck eine gewisse Rolle spielen. Aus dem erstaunlich großen Werkbestand an unbekannten Klavierstücken wurde für diese CD eine repräsentative Auswahl getroffen. Das bekannte Scherzo in B-Dur bildet – aufgrund der eingängigen Melodik und aufgrund des zu bewältigenden Schwierigkeitsgrades auch gern im Klavierunterricht gespielt – eine Ausnahme; das Schwesterwerk, das Scherzo in Des-Dur, ist jedoch weit gehend unbekannt geblieben. Gelegentlich begegnet man auch der Ungarischen Melodie – sie wird gern als Zugabe gespielt. Wie man beim Hören dieser CD bemerkt, lohnt sich eine Entdeckungstour durch Schuberts unbekannte Klavierstücke!

distler

Hugo Distler: Klavierwerke

distler
Elf kleine Klavierstücke, op. 15b
Kindelwiegen 2:20; Trommeln und Pfeifen 0:50; Walzer 052; Hirtenmusik 2:10; Echo 1:33; Alte Spieluhr 1:20; Panraz, der Schmoller 1:01; Fanfaren 1:09; Die Zigeuner 1:30; Perpetuum Mobile 1:49; Aria 2:26Dreistimmige Invention (1928/29) 2:19Largo für Klavier (1928/29) 6:38

30 Spielstücke für Kleinorgel oder andere Tasteninstrumente, op. 18,1 (Auszüge)
I 0:25; II 1:39; III 3:54; IV 1:35; Langsame Ganze (Nr. 5) 1:35; Zurückhaltende Viertel – Geschwinder – 1. Zeimaß (Nr. 8) 2:08; Mäßig rasche Halbe (Nr. 10) 0:51; Variationen über „Frisch auf, gut Gsell…“, Thema, Variation 1-5 (Nrn. 12-17) 3:44; Variationen über „Wo Gott zu Haus nit gibt sein Gunst“, Thema, Variationen 1-4, Thema (Nrn. 25-30) 5:40

Vom Himmel hoch, da komm ich her (um1935)
Kleines Konzert und Choral 2:12

Kleine Sonate in C (1928)
Allegro assai 3:32; Scherzo. Vivace 6:04; Andante tranquillo 3:33; Alla Giga 3:04

Gesamtzeit 66:35

Annette Töpel, Klavier

Ersteinspielung

Hugo Distler ist vor allem als Chor- und Orgelkomponist bekannt geworden. Er hat aber auch eine ganze Reihe von Instrumentalwerken, darunter Kammer- und Klaviermusik, komponiert. Diese Facette seines Schaffens verdient mehr Beachtung, denn etliche bemerkenswerte Werke finden sich hierunter. Eine Voraussetzung für die Beschäftigung mit diesen Werken ist jedoch, dass sie zugänglich sein müssen; beispielsweise ist ein erheblicher Teil von Distlers Klavierwerken bislang noch nicht veröffentlicht bzw. seit langem nicht mehr greifbar. Eine kritisch-praktische Gesamtausgabe der Klavierwerke befindet sich derzeit in Vorbereitung. Zu Distlers Lebzeiten kamen für Klavier solo lediglich im Mai 1942, also ein knappes halbes Jahr vor seinem Tod, die bereits sieben Jahre zuvor komponierten Elf kleinen Klavierstücke op. 15b heraus. Bis dahin lag ausschließlich die 1935 im Rahmen einer Sammlung neuer weihnachtlicher Klaviermusik veröffentlichte kleine Komposition über das Weihnachtslied Vom Himmel hoch, da komm ich her vor. Dass sich viele der 30 Spielstücke für die Kleinorgel oder andere Tasteninstrumente op. 18, Nr. 1 (entstanden und veröffentlicht 1938) auch auf dem Klavier ausführen lassen, geht aus dem Titel zwar hervor, doch deutet der Titel die eigentliche Bestimmung dieser Miniaturen für kleine Orgel an, weshalb sich Pianisten nicht unmittelbar ermuntert fühlen dürften, sich diesen Miniaturen zuzuwenden. – Alles in allem verwundert es kaum, dass Distlers Klaviermusik auf Tonträger bislang de facto nicht vertreten war. Diese Lücke und der 100. Geburtstag des Komponisten am 24. Juni 2008 sind Anlass für die vorliegende CD mit Distlers wichtigsten Klavierwerken und mit dem Großteil der 30 Spielstücke op. 18, Nr. 1 (auch sie sind auf einem Klavier gespielt erstmals auf dieser CD zu hören).

schumann

Robert Schumann: Variationen und Fantasien

schumann
Variationen über Schuberts Sehnsuchtswalzer, Anh. F24
Variationen über ein Nocturne von Chopin, Anh. F26
Exercises. Etüden in Form freier Variationen über ein Thema von Beethoven, Anh. F25
Ahnung. Albumblatt für Klavier (1838)
Kreisleriana. Fantasien, op. 16

Annette Töpel, Klavier

Teilweise Ersteinspielung

Die Variationen über Franz Schuberts Sehnsuchtswalzer (op. 9/2, D 365), Anh. F 24 (1831/32-34) mit ihrem originalen Titel Scènes musicales sur un thème connu de Franz Schubert gehören zu den Fragmenten aus Schumanns früher Schaffensphase, die als Teil eines Variationszyklus vorgesehen waren. Es handelte sich hierbei um Variationsthemen aus der Feder von sechs Komponisten, mit denen Schumann seinerzeit eine besondere Beziehung verband, da er aus ihrer Musik entscheidende Anregungen für seine eigene kompositorische Arbeit empfangen hatte. Keines dieser Variationswerke wurde indes je vollendet. Jener geplante Zyklus war wie folgt konzipiert:

Variationen zu vier Händen über ein Thema von Prinz Luis Ferdinand von Preußen (1828) / Variationen über den Marsch aus Carl Maria von Webers Oper Preziosa (1831) / Variationen über das Campanella-Thema von Niccolò Paganini (1831) / Variationen über Franz Schuberts Sehnsuchtswalzer (1831/31-34) / Variationen über ein Nocturne von Frédéric Chopin (1835-36) / Etüden in Form freier Variationen über ein Thema von Beethoven (1831-35)

Immerhin hat Schumann die drei letzten fragmentarischen Stücke so weit ausgearbeitet, dass sie dank der z. T. erst vor wenigen Jahren erschienenen Editionen für Aufführungen zur Verfügung stehen. Da sie Teile eines gemeinsamen Werkprojektes sind, liegt die hier erstmalig gebotene Einspielung zusammen auf einer CD nahe.

mozart

Wolfang Amadeus Mozart: Unbekannte Klavierstücke

mozart
Modulierendes Präludium (5:46)
Fantasie c-moll, KV 396 (11:34)
Fuge Es-dur, KV 153 (3:24)
Fuge g-moll; KV 154 (3:13)
Sonatensatz g-moll, KV 312 (4:52)
Sonatensatz B-dur, KV 400 (6:49)
Adagio h-moll, KV 450 (9:31)
Fuge E-dur (2:01)
Fantasie d-moll, KV 397 (6:50)
Rondo a-moll, KV 511 (13:38)
Präludium und Fuge C-dur, KV 394 (11:29)

Gesamtzeit 79:51

Annette Töpel, Klavier

Teilweise Ersteinspielung

Kaum zu glauben, dass es selbst bei dem sicherlich bestdokumentierten Komponisten der Welt immer noch Werke gibt, dier der Entdeckung durch Künstler und Dokumentation auf CD harren.

Mozarts Werk für Klavier zu zwei Händen umfasst außer 18 Sonaten und neben diversen Variationszyklen auch eine musikalisch und formal äußerst interessante Gruppe von Einzelwerken. Hierzu zählen so bekannte und viel gespielte Werke wie die Fantasie in d, aber auch viele kompositorisch ebenso erstrangige, zum Teil jedoch nur selten zu hörende Werke, wie z. B. die Fantasie in c. Unter den Einzelstücken finden sich auffallend viele fragmentarische Werke, von denen wiederum einige nach Mozarts Tod von fremder Hand vervollständigt worden sind. In dieser Gestalt werden sie heute gespielt. Die vorliegende CD widmet sich dieser heterogenen Gruppe der Einzelwerke für Klavier, kurz „Klavierstücke“ genannt. Und so enthält sie mehrere Kompositionen, die erstmals auf CD erscheinen.

Mozart: Sämtliche Werke für zwei Klaviere

Wolfang Amadeus Mozart: Sämtliche Werke für zwei Klaviere

mozartwerke
Sonate D-Dur KV 448
Allegro con spirito 8:42; Andante 10:36; Molto Allegro 6:18

Adagio und Fuge c-Moll KV 546 und KV 426
Adagio 3:00; Fuge. Allegro moderato 4:59

Larghetto und Allegro Es-Dur KV deest = Fr 1781f
Larghetto 1:53; Allegro 6:48

Sonatensatz (Grave und Presto) B-Dur KV Anh. 42 = Fr 1782b
Ergänz von Michael Töpel
Grave 1:12; Presto 6:55

Fantasie g-Moll und Fuge G-Dur KV Anh. 32 = Fr 1790b und KV Anh. 45 = Fr 1785a
Fantasie 2:27; Fuge 4:03

Sonatensatz B-Dur (Fragment) KV Anh. 43 = Fr 1782c
(Ohne Tempobezeichnung) 0:43

Allegro Es-Dur (Fragment) KV Anh. 44 = Fr 1785d
Allegro 0:45

Molto Allegro G-Dur (Fragment) KV 72a = Fr 1769a (Annette Töpel)
Molto Allegro 0:47

Fantasie f-Moll (Fragment) KV Anh. 32 = Fr 1790b (Iwan Urwalow)
Adagio 2:17

Gesamtdauer 62:18

Annette Töpel, Piano I
Iwan Urwalow, Piano II

Eres / Thorofon

Annette Töpel, Michael Töpel: Klavierwerke

Michael Töpel: Klavierwerke

klavierwerke
Drei Sätze für Klavier
Exil. Epitaph für Peter Huchel 3:46; „…daß man wie Rauch ins Nichts verfließt.“ Memorial. An Selma Meerbaum-Eisinger 6:09; Fenestra. Hommage für Winwand Victor 6:29

Vier Intermezzi
Ohne Wort I 2:05; Intarsien 1:42; Carillon 2:24; Ohne Worte II 2:04

Klavierstück Chimära
9:00

Fünf Miniaturen zu japanischen Gedichten
6:32

Mosaiken
Burleske, Notturno, Walzer, Elegie, Bagatelle, Invention, Musette, Rondo, Etüde, Intermezzo, Ecossaise, Capriccio, Humoreske
10:44

Annette Töpel, Klavier

Mozart: Apokryphe Klavierwerke

Wolfgang Amadeus Mozart: Apokryphe Klavierwerke

Mozart Apokryphe Klavierwerke
Sonate in B KV Anh. 136 (498a)
21:16

Acht Variationen in A KV 460 (454a)
über „Come un’agnello“ aus Giuseppe Sartis Oper „Fra i due litiganti il terzo gode“
13:21

Romanze in As KV Anh. 205 (KV6 Anh. C 27.04)
4:12

Rondo in A KV 386
9:55

Variationen in A KV Anh. B 137
Klavierfassung des Variationensatzes aus dem Klarinettenquintett KV 581
9:44

Annette Töpel, Klavier

Sikorski

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Die russische Klavierschule – Band I

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Die Kunst der russischen Meisterpianisten verrät das hohe Niveau der Klaviermethodik in Russland, die in lebendiger und zielgerichteter Weise den Schüler fördert und in der internationalen Klavierpädagogik große Anerkennung gefunden hat. Sie geht ganz bewusst von der Schulung der Klangvorstellung aus, stellt die Hörkontrolle neben den technischen Aspekt des Unterrichts und schafft damit die Möglichkeit, die wichtigsten Elemente des Klavierspiels in kurzer Zeit zu erlernen.

Die zweibändige „Russische Klavierschule“ kann in etwa zwei bis drei Jahren bewältigt werden. Ein Standardwerk, das Spaß macht und sicher zum Ziel führt.

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Die russische Klavierschule – Band II

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Im zweiten Unterrichtsjahr werden den Schülern anspruchsvollere musikalische und technische Aufgaben gestellt. So enthält der zweite Band der Klavierschule Werke verschiedener Gattungen, Stilarten und Charaktere, die zu folgenden Teilen zusammengestellt sind: Kleine Stücke, Größere Formen (Variationen, Sonatinen, Rondos), Etüden, Vierhändige Spielstücke. Die schwierigen Beispiele aus jeder Gruppe können gegebenenfalls auch im dritten Unterrichtsjahr erarbeitet werden. Am Ende des Bandes finden sich eine vollständige Tonleiter- und Arpeggientabelle sowie ein Verzeichnis der musikalischen Fachausdrücke.